Hausstaub ist und bleibt ein lästiges Übel. In Zeiten der Energie-einsparung mit dicht schließenden Fenstern und Türen sowie einer höheren Wärmedämmung der Häuser kann es, z. B. aufgrund mangelhafter Lüftung, zu einem Feuchtigkeitsanstieg in der Innenraumluft kommen.
Davon profitieren die Schimmelpilzsporen und Milben im Hausstaub. Hausstaub kann als eigenständige Schimmelpilzquelle in Innen-räumen anzutreffen sein. Durch die Raumnutzung kommt es zu einer Staubaufwirbelung und somit zum Sporeneintrag in die Raum- luft. Die Sporen werden eingeatmet und können ein mögliches gesundheitliches Risiko bedeuten.
Weiterhin stellt Hausstaub eine nicht unbedeutende Quelle für Schadstoffe wie Weichmacher, Pestizide, Flammschutzmittel u. a. chemische Belastungen dar. Diese Stoffe gasen aus Möbeln, Baumaterialien, Spielzeugen und Elektronikgeräten aus und verbinden sich mit Nanopartikeln im Hausstaub.
Besonders betroffen von Hausstaub können Kleinkinder sein. Durch Krabbeln und Spielen auf dem Boden kann es zum Einatmen oder zu oraler Aufnahme von Stäuben kommen. Bedingt durch ihr noch nicht vollständig ausgeprägtes Immunsystem können Allergisierungen durch Schimmelpilzsporen die Folge sein. Die chemischen Schadstoffbelastungen des Hausstaubes können erhebliche Auswirkungen auf den kindlichen Organismus, insbe-sondere auf das Nerven- und Organsystem haben, da sich der Körper noch in der Entwicklung befindet. Sogenannte Speichergifte können sich im Körper anreichern.
Um die Exposition von Sporen und anderen Belastungen im Hausstaub zu vermindern ist deshalb regelmäßiges Saugen und Wischen erforderlich. Eine Raumluftfeuchtigkeit von > 60% relativer Raumluftfeuchtigkeit (rel. RF) fördert zudem die Schimmelpilz-bildung. Abhilfe kann ein effizientes Lüftungsverhalten schaffen. Hilfreich für ein effektives Lüftungsmanagement kann der Einsatz von Thermohygrometern mit akustischer oder optischer Warnfunktion (sog. Schimmelpilzwächter) sein, welche sich bei > 60% rel. RF bemerkbar machen.
Geräte dieser Art werden z.B. in vielen Schulen eingesetzt. Die Kinder lernen so spielerisch anhand der optischen Signale auf die Raumluftqualität zu reagieren.